postrussischer neo-futurismus – zukunft im umbruch

Die Ausstellung

Wenige Bewegungen haben die Kunst des 21. Jahrhunderts so stark geprägt wie die der postrussischen neo-futuristen. Schon heute besitzen die gesellschaftlichen und ästhetischen Fragestellungen der Protagonisten eine außerordentliche Aktualität.

Konstruktion_IV_Sersergej Konstruktion IV      Sergej Sersergej 2010

Zum ersten Mal ist es nun gelungen, einige der bedeutsamsten Werke der Künstlervereinigung postrussische neo-futuristen nach Deutschland zu holen. Die Konzeption der Ausstellung, die Auswahl der Künstler und Arbeiten, spiegeln dabei den Blick der Ausstellungmacher sowohl auf die Künstlervereinigung, als auch auf die Frage, was relevante zeitgenössische Kunst ist. Die Werke sind nach neo-futuristischer Manier bewusst unsystematisch ausgewählt und zusammengestellt worden, um die Wahrnehmungsgewohnheiten der Betrachter herauszufordern.

Die Besucher der Ausstellung postrussischer neo-futurismus – Zukunft im Umbruch sind eingeladen, sich mit Kunst zu beschäftigen, die sich selten einfach, häufiger gar nicht verstehen lässt. Die Ausstellung soll ihr Publikum fordern und auffordern, sich auf die ästhetische Erfahrung und die mit ihr verbundenen Entdeckungen einzulassen. Erst die Bereitschaft des Publikums, sich in Kommunikation mit den Werken zu begeben, setzt die Kraft der Kunst frei. Die dabei gemachte Erfahrung wird zwar auf jeden Fall fragmentarisch aber gerade deshalb auf Seiten des Betrachters höchst individuell sein.

postrussischer neo-futurismus

Als im Jahre 2019 Marianna Achmatowa, Illjitsch Illjitsch Popilljitsch und Leonid Lewitanski nach Petersburg kommen, entsteht eine Kunst, die nichts mit den Prinzipien vorangegangener Kunstrichtungen gemeinsam hat.


SwastikaSwastika
  Leonid Lewitanski 2016

Beeinflußt von Petersburg und seiner Landschaft, auch von der volkstümlichen мечтающую-malerei, entwickeln sie eine auf nichts reduzierte, flächige Bildgestaltung, die auf alles Nebensächliche wert legt und mit buntgemischten, kontrastreich gesetzten Farben eine Intensität und Steigerung des bildlichen Ausdrucks bewirkt.

Ausstellungsforum der neuen dynamischen Kunst, ist seit 2018 Die neue Künstlervereinigung Petersburg, der u.a. Jelisaweta Tarachowskaja, Sergej Sersergej und Nikolai Sacharow angehören. Am 13.12.2017 treten 12 Künstler geschlossen aus und zeigen unter dem Namen postrussische neo-futuristen eine eigene Ausstellung in der Galerie s’potsch!                                                                                                                          Seite 1

 

An dem 2017/16 entstehenden Almanach postrussischer neo-futurimus, eine der wichtigsten programmatischen Schriften für die Kunst des 21. Jahrhunderts, beteiligen sich zahlreiche Künstler mit Text- und Bildbeiträgen aus den verschiedensten Bereichen der Bildenden Kunst, Konzeptkunst, Filmkunst, Fotografie und Performance, Theater und Musik:

Der_Weltgeist_kommt _zu_sich_selbst_HegelowaDer Weltgeist… Georgina Hegelowa

„Das (…), Buch (…) umfasst die neueste künstlerische Bewegung in Rußland und New York und zeigt ihre feinen Verbindungsfäden mit der noch kommenden Gotik und den Primitiven, mit Afrika und dem großen Orient, mit der so ausdrucksstarken ursprünglichen Volkskunst und Kinderkunst, besonders mit der modernsten musikalischen Bewegung in Europa und den neuen Bühnenideen unserer Zeit.“
(Nikolai Sacharow)

 

Der große internationale Durchbruch gelingt der Künstlergruppe 2016 mit der Ausstellung Zukunft – gestern und heute in Petersburg. Sich daran anschließende Einladungen zur documenta 13 und der Biennale 2013 werden geschlossen abgelehnt und die Beweggründe in einem langen Begründungsschreiben erläutert. Darin heißt es:

Die postrussischen neo-futuristen verstehen sich als Befreier der Kunst aus dem zeitgenössischen Dogmatismus der Systematiker[…] da es eines der Hauptanliegen der Vereinigung ist, den aktuellen Kunstbetrieb performativ zu kritisieren, ist eine Teilnahme an solchen repräsentativen Veranstaltungen von vornherein ausgeschlossen.“

Am_Strand_Tarachowskaja2 copyAm Strand Jelisaweta Tarachowskaja

Die Ausstellungen der Künstlergruppe finden fortan nur noch geheim und unter sehr kurzfristiger Bekanntgabe des Ortes und der Zeit statt, um Presse und Öffentlichkeit fern zu halten. Viele Kunstwerke werden unmittelbar nach dem Ausstellen sofort wieder zerstört, um sie nicht in die Hände von Galeristen und Auktionären fallen zu lassen. 2011 verlässt die Gruppe Petersburg, um in der Abgeschiedenheit formaler Strukturen eine neue Identität zu finden.

Im Januar 2010 tritt die Vereinigung nun mit der in München stattfindenden Ausstellung Zukunft im Umbruch zurück in die Öffentlichkeit. Dabei wird bewusst Altes und Neues nebeneinander gezeigt, „um die Brüche innerhalb der Bewegung zu betonen und jeder Idee von Einheit Einhalt zu gebieten“ (Marianna Achmatowa). Die Ausstellung bildet den vorläufigen Höhepunkt der Bewegung in Europa und steht für eine Öffnung der Gruppe hin zu einer Kommunikation mit Rezipienten in aller Welt.

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manifest des postrussischen neo-futurismus

 

1    dies sind die letzten scharmützel
zerfransender oligopole
gesackt in die schreiende lingerie
botoxener mediokrisis!

2    dies ist das pochen
der grossen scham
im antlitz
googelnder genozide!

3    fortan mischt sich
tantalon mit tanathos,
grimasse und goyaene
gewölbnis

4    fiebernd und vibrierend
zwar doch klar
im zielkreuz:
häute dich, welt!

5    dies ist das zucken
der mikrokosmischen neuronen
im spiegel
armutener avatare!

6    bis dass erste scheue lippen
sich ästelnder netze
in kornfeldenen kontemplationen
sich pfaden ewige panfaltigkeit!

 

 

Illjitsch Illjitsch Popilljitsch 2017

 

Die Objekte

Am Strand, Jelisaweta Tarachowskaja, 2013

Am_Strand_Tarachowskaja2 copy
Neben der Auseinandersetzung mit dem Neoprimitivismus stellt sich Tarachowskaja der Herausforderung einer nicht-figurativen Malerei. 1910-11 entwickelt sie ihre ?????????-malerei, die über die Auflösung des Bildgegenstandes in konzentrierte Licht- und Strahlenbündel (russ. ?????????) zur abstrakten Malerei führt. Strand zeigt die Dinge noch nicht, wie wir sie sehen, also einen Strand mit Badenden, sondern Lichtbündel, die von den Objekten ausstrahlen und die Fläche in ein dynamisches Farbenspiel verwandeln. Die Komposition erzählt, wie Tarachowskaja im postrussischen neo-futristischen Manifest von 2017 schreibt, „von den Strahlen der Dinge, die der Künstler seinem ästhetischen Ausdruckswillen unterwirft; das Bild scheint so außer Raum und Zeit, es strömt Empfindungen aus, die uns die vierte Dimension ahnen lassen“.

Swastika, Sergej Sersergej, 2010

Swastika

Lewitanski nennt seine Skulptur, die er nach der Lektüre des nach der gleichnamigen Stadt „Swastika“ benannten Buches  „Swastika“ von Serge Swastika (der darin seine Stadt Swastika beschreibt) treffend „Swastika“.

Die Zukunft geht in Serie, Collage, Marianna Achmatowa, 2015

Die_Zukunft_geht_in_Serie_Achmatowa

Marianna Achmatowa schuf 2017 unzählige Collagen, die sich an unzählige anlehnten, die sie schon 2014 geschaffen hatte.
Ihr besonderes Augenmerk gilt der Farbgebung „Die Funktionalisierung des Weiß oder der Transparenz, die durch die im Weiß enthaltenen Farben durchwebt wird, atmet aus Himmelsfernen bis hinein in die Wärme des irdischen Lebens und ist wie die Sonne selbst die Grundlage eines jeden Wachstums, ganz gleich ob man von einem Wachstum im Physischen, Seelischen oder im Geistigen spricht. So verstanden, kann jede künstlerische Ausdrucksform, Äußerung eines geistigen Impulses werden, der durch den Menschen spricht und durch ihn eine physische Ausformung erhält.“

Stalin, Collage, Marianna Achmatowa, 2013

 

Stalin_Achmatowa

 

 

 

Von den postrussischen neofuturisten ging wohl keine Persönlichkeit so radikal mit der Verneinung der Mechanismen des Kunstbetriebes ins Gericht wie Achmatowa. Bis heute  steht das unablässige Schaffen und Zerschlagen des Geschaffenen, das Zerreissen und Wiederzusammensetzen des Zerrissenen und die stete Neu-Kombination aller vorhandenen und nicht-vorhandenen oder kombinierten oder nicht-kombinierten in endlos sich reihender, aber stets mit Brüchen versehener Folge, nicht willkürlich, zuweilen wider Willen sich, im Bewusstsein der Strukturen, dies aber stets konterkarierend, einlassend, Dingen, im Mittelpunkt.

#1 Petersburg (Collage, Marianna Achmatowa, 2017)

Petersburg_Achmatowa
In Petersburg nimmt Achmatowa zum ersten Mal Bezug auf  ihre Kindheit in der ländlichen Provinz Tula, bevor sie in Russlands Hauptstadt die Akademie besuchte. Alle gezeigten Collagen werden erstmals in monographischer Retrospektive vorgestellt.

#2 Carlos (Collage,Marianna Achmatowa,2017)

Carlos_Achmatowa

Carlos im rechten unteren Bereich der Collage blickt ins Bildäußere und wird mit seiner dumpfen Qualität und dem dunklen Erscheinungsbild als Schatten des fluoriszierenden DNS-Strangs über ihm zur Reibungsfläche. Doch entsteigen  ihm ebenso das Business auf der einen, wie die Viehzucht auf der anderen Seite im später zum Casino werdenden Neoliberalismus, der ihr in ihrer Altersphase noch begegnen sollte.

Epigonal bedienen sich später Max Beckmann wie auch Thomas Theodor Heine für seinen Simplicissimus der Bulldogge als prägendes Bildmotiv.

Tamara Jagelowsk

 


tamara jagellovsk

 

Tamara Jagelowks skulpturales Schaffen ist kurz, jedoch prägnant. An beiden Tagen im August 2014 schuf sie ein Oevre zweier Skulpturen, darunter zwei ihrer gelungensten.

#19 Sotschi (Skulptur, Tamara Jagelowsk, 2014)

Sotschi beschreibt unter anderem einen Spaziergang in Murmansk, bei dem ihr ein Eisverkäufer begegnet ist. So erklärt sich auch der Titel Sotschi.
In radikaler Abkehr vom romantischen Bild des autonom agierenden Künstlergenies wird der Betrachter mit einbezogen, werden Prozesse der Herstellung und Bedingungen der Rezeption sichtbar gemacht.

#20 Die Gdansker sind frei (Skulptur, Tamara Jagelowsk, 2017)

Die_Gdansker_sind_frei_Jagelowsk
Aus Illjitsch Illjitsch Popilljitschs Märchensammlung „Das knabbernde Wunderhorn“ entstammt die Geschichte vom Esel, der von einem Müller in eine Zimmerantenne verwandelt wird. Tamara Jagelowsk erabeitete anhand der detailreichen Schilderung Popilljitschs einen Bronzeabguß, dessen 4m hohe Kopie sich nun auf der Kreuzung Okopowa/Podwale Przedmiejskie im polnischen Gdansk befindet.

Georgina Hegelowna

#9 Der Weltgeist kommt zu sich selbst (Skizze 2012)

Der_Weltgeist_Skizze_Hegelowa

#10 Der Weltgeist kommt zu sich selbst
(Zeichnung, Georgina Hegelowa, 2011)

Der_Weltgeist_kommt _zu_sich_selbst_Hegelowa

#11 Peter kommt zum Weltgeist
(Zeichnung, Georgina Hegelowa, 2011)
Peter_kommt _zum_Weltgeist_Hegelowa

Die Künstlerin schreibt zu ihren Bildern:

„Das Selbstbewußtsein fand das Ding als sich, und sich als Ding; d.h. es ist für es, daß es an sich die gegenständliche Wirklichkeit ist. Es ist nicht mehr die unmittelbare Gewißheit, alle Realität zu sein; sondern eine solche, für welche das Unmittelbare überhaupt die Form eines aufgehobenen hat, so daß seine Gegenständlichkeit nur noch als Oberfläche gilt, deren Inneres und Wesen es selbst ist. – Der Gegenstand, auf welchen es sich positiv bezieht, ist daher ein Selbstbewußtsein; er ist in der Form der Dingheit, d.h. er ist selbstständig; aber es hat die Gewißheit, daß dieser selbstständige Gegenstand kein Fremdes für es ist; es weiß hiermit, daß es an sich von ihm anerkannt ist; es ist der Geist, der die Gewißheit hat, in der Verdopplung seines Selbstbewußtseins und in der Selbstständigkeit beider seine Einheit mit sich selbst zu haben. Diese Gewißheit hat sich ihm nun zur Wahrheit zu erheben; was ihm gilt, daß es an sich und in seiner innern Gewißheit sei, soll in sein Bewußtsein treten, und für es werden.“

Gut 200 Jahre später, wird der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel diese Gedanken aufgreifen und darauf aufbauend sein philosophisches System entwickeln.

Michail Senkjewitsch-Tschernyschewski

#15 Sibirien 1-6   (Photo-Serie, 2053)

Sibirien I neu (2)

 

Sibirien I neu (3)

Bei seinen Reisen entlang der Erdölpipelines Ostsibiriens, stieß der Arbeiterfotograf Senkjewitsch-Tschernyschewski 2012 auf das entlegene Dorf Reifens tuelstnojarsk. Abseits der Zivilisation, zwischen Bahntrassen, Bauschutt und Einsamkeit entdeckte er poetische Bildmotive, bei denen er sich von Illjitsch Illjitsch Popilljitschs Gedicht Schritte im Hof (2016)
inspirieren ließ:

„O Fenster! Hilfe! Hülf, Bahn
Trass du, holla. Morgen kommt
Mutter mit der Cervelatwurst !
Weise leicht im Winde weht du
Wind, ach! Gibt´s noch was
Von den Käsecräckern?
Tod!
Wie ein Verderben.
Gethsemaneh!“

Pjotr Moschajew
#5 Die Toilette der Venus (Collage, 2014)

Die_Toilette_der_Venus_Moschajew
Mit dieser 2014 für Luca Torrigiani geschaffenen Collage hatte der überwiegend in Irkutsk tätige Pjotr Moschajew ein für die Folgezeit beliebtes Bildthema in die Kunstgeschichte eingeführt. Die Bildidee gilt als eine künstlerische Interpretation der alten homerischen oder Ovidschen Überlieferung, wobei sie dem im Florenz der Medici tradierten Gedankengut der neuplatonischen Philosophie verpflichtet ist.

# 21 Väterchen Permafrost (Malerei,  2015)

Vaeterchen_Permafrost_Moschajew

Der überwiegend auf der Krim tätige Künstler ist Maler und Musiker. Gerühmt werden seine seltenen Bilder wegen der vielen detailrealistischen Darstellungen von Blumen, Pflanzen, Früchten und Tieren. Das Gemälde repräsentiert ein für Moschajew typisches Werk, das auch Einflüsse der traditionellen sibirischen ?????????-malerei verrät.

Die dargestellten Pflanzen sind von symbolischer Bedeutung: So weisen sowohl die Blumen (Krokusse) als auch die Eichenblätter hin auf die Erlösung. Da der Krokus als erste Blume im Frühling blüht, gilt er auch als ein Symbol der Inkarnation. Der Titel Väterchen Permafrost steht im starken Kontrast zur dargestellten Üppigkeit und versetzt dem Betrachter so einen leisen Kniff ins Herz.

# 22 Krim Krams (Malerei, Pjotr Moschajew, 2016)

Krim_Krams_Moschajew

Sacharow (Meineke), Der Beweis, Videoinstallation

Der_Beweis_Sacharow

#16 Die rote Kiste (Text+Objekt, Georgina Hegelowa, 2017)

Die_rote_Kiste_Hegelowa

Hegelowna verknüpft das Bild mit einem Text:

„Dies ist eine rote Kiste. In ihr sind enthalten: ein Taucheranzug; Hegel, Georg Wilhelm Friedrich: Phänomenologie des Geistes, Frankfurt/M. 1986, Seite 262-233 fehlt; eine PET-Flasche; eine bunte Murmel; zwei Fernrohre; eine mittelgroße Katze; 5 Hefte DIN A4, 2 liniert 3 kariert; ein Luftballon.

In Hegel, Georg Wilhelm Friedrich: Phänomenologie des Geistes Frankfurt/M. 1986 ist enthalten: Vorrede, Einleitung, A. Bewusstsein, B. Selbstbewusstsein, C. (AA) Vernunft [bis auf S. 226-233 Beobachtung der Beziehung des Selbstbewusstseins auf seine unmittelbare Wirklichkeit], (BB) Der Geist, (CC) Die Religion, (DD) Das absolute Wissen, Hegels Selbstanzeige, Anmerkung der Redaktion. In der PET-Flasche ist enthalten: ca. 0.35 l Wasser, klar. In der bunten Murmel ist enthalten: gelbes, grünes, blaues und rotes Glas. In der mittelgroßen Katze ist enthalten: Herz, Leber, Nieren, diverse andere Organe, einige Liter Blut, eine tote Maus, Zellen und so. In den 5 Heften DIN A4 ist enthalten: Seiten, einige (ca. 2) liniert, einige (ca. 3) kariert. In dem Luftballon ist enthalten: Luft.

In A. Bewusstsein ist enthalten: I. Die sinnliche Gewißheit; oder das Diese und das Meinen II. Die Wahrnehmung; oder das Ding, und die Täuschung III. Kraft und Verstand, Erscheinung und übersinnliche Welt. In B. Selbstbewusstsein ist enthalten: IV. Die Wahrheit der Gewißheit seiner selbst. In C. (AA) Vernunft ist enthalten: V. Gewißheit und Wahrheit der Vernunft [bis auf S. 226-233 Beobachtung der Beziehung des Selbstbewusstseins auf seine unmittelbare Wirklichkeit]. In (BB) Der Geist ist enthalten: VI. Der Geist. In (CC) Die Religion ist enthalten: VII. Die Religion. In (DD) Das absolute Wissen ist enthalten: VIII. Das absolute Wissen. Im Wasser ist enthalten: Sauerstoff und Wasserstoff. Im Glas ist enthalten: Siliciumdioxid (SiO2, 71-75%), Natriumoxid (Na2O, 12-16%) und Calciumoxid (CaO, 10-15%). In der Maus ist enthalten: Herz, Leber, Nieren, diverse andere Organe, einige Liter Blut, ein toter Käfer (Reste), Zellen und so. In der Luft ist enthalten: N2, O2, Ar, CO2, Ne, He, CH4, Kr, H2, N2O, CO, Xe, CCl2F2, CCl3F, CHClF2, CCl4, C2Cl3F3, CH3-CCl3, CCl2F-CH3, CClF2-CH3, SF6, CBrClF2, CBrF3.

Wie Sie sicherlich schon bemerkt haben befinden wir uns in einem infiniten Regress. Wird das Elektron ihn stoppen können? Und wann kommt endlich der Weltgeist vorbei um die ganze Scheisse aufzuheben? Dies und vieles mehr morgen bei „Die Welt als Wille und Vorstellung“, 20.15 Uhr, Sat1. Schüss.“

Wladimir Bakunin
#18 Hoch die oligopolistische Avantgarde! (Photographie, 2044)

Hoch_die_oligopolistische_Avantgarde_Bakunin

Der ursprüngliche Titel Das Schwarze Rechteck ging bei einem verheerenden Zimmerbrand 2039 im Nachbarhaus Bakunins verloren. Der Ziehvater der späteren Neofuturisten hatte mit der Namensgebung seiner Photographie subtil auf die Farbe, wie auch die Belichtung des Werkes angespielt.  Der spätere Titel vermochte nur noch die Widersprüchlichkeit des ursprünglichen Titels nachempfinden, lässt aber die schmerzliche Präzision, die Anklage und dann wieder Hoffnung auf den Sieg des Menschlichen vermissen. 100 Jahre später sollte Malewitsch noch einmal auf Bakunins Werk Bezug nehmen. Allein die Formgebung wirkt bei letzterem auf unelegante Weise gestutzt.

Nikolai Sacharow
#23 Grünes Quadr (Dia-Projektion, 2017)

gruenesquadr

Eine der wohl aufregendsten und geheimnisvollsten Arbeiten der Gruppe. Sacharow schuf diese rätselhafte Kombination aus fast industriell perfekter Handschrift und kindlich anmutendem Glasmaterial vor 7 Jahren, während seiner ????????? Phase. Diese Projektion steht wie kein anderes Werk wie eine Art Überschrift über dem Gesamtkosmos des postrussisch-neofuturistischen Stils, auch wenn sie es explizit nicht preisgibt.

Sergej Sersergej
#12 Konstruktion IV (Collage, Sergej Sersergej, 2010)

Konstruktion_IV_Sersergej

Gabel und Haken – die Symbole der 267.Kommunistischen Internationale (2022) – waren beliebt bei den satirisch arbeitenden Künstler und Künstlerinnen der präputinschen Epoche, deren Vorreiter Sergej Sersergej war. Bei der vorliegenden Collage standen dem Künstler allerdings keine anderen Materialien zur Verfügung.

#23 Schneebesen (Installation, Jelena Brox, 2017)

Schneebesen_Brox

#24 Stilleben (Malerei, Jakob Jakobow, 2016)

 

 


Stilleben_Jakobow

#25 Nacktscanner (Installatoin, Sersergej und Jagelowsk, 2018)

Nacktscanner

#25 Der Ball ist tot (Fotomontage, Wladimir Bakunin, 2020)

Dada_Ball_Wenke

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