InnenstadtStillPlakat

Eine Kunstaktion im öffentlichen Innenstadt-Raum von Ecco Meineke.

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Die Stadt  – seit je her Sinnbild für pulsierendes Leben:
Das gigantische Abenteuer, aus dem Vorhandensein von Millionen Menschen ein soziales Zusammengehörigkeitsgefühl zu destillieren.
Wer sich tagsüber in die Fußgängerzone begibt, erlebt jenen Puls, sieht vielhundert Gesichter, erlebt Tempo und Trägheit, das sekündliche präzise Ausweichen und Umkreisen der Passanten, hört ihre Schritte, das Sprachgewirr und die Musik der StraßenkünstlerInnen.
Nach Geschäftsschluß aber bleibt von diesem Puls nichts mehr übrig.
Ein Nachtleben findet hier im sogenannten Stadtkern schon lange nicht mehr statt.

Die Idee

„InnenstadtStill“ setzt sich als Kunstaktion im öffentlichen Raum mit dem
innersten urbanen Zentrum der Landeshauptstadt, der Fußgängerzone auseinander.

Es ist gedacht als eine sinnliche soziale Skulptur, geboren aus einem einzigen Augenblick.
Es war ein sonniger Februartag im Jahre 2000, als ich mitten im Trubel der Fussgängerzone
stehenblieb und die Augen schloss. Da wo das Auge regierte, nahm das Ohr seinen Platz ein
und hörte nur noch die vielhundertfachen Schritte der Passanten.
Ein Geräusch, das gezeitengleich am Tage anschwillt und in der Nacht einer nahezu gespenstischen Stille weicht.
Eigentlich erstaunlich, da es sich um den Stadtkern einer mitteleuropäischen Weltstadt handelt.

Ein Kontrast von Fülle und Leere, Puls und Stillstand, Lärm und Stille, wie er stärker nicht sein kann.
Diesen Kontrast auf einfache aber beeindruckende Weise visualisieren und erfahrbar zumachen, ist das Ziel.

Was, wenn alle stehenblieben und nur den Schritten lauschten?
Wie jene Schritte hören, wenn doch alle stehenblieben?
Was, wenn sich die Fußgängerzone weit nach Geschäftsschluß wieder füllte?
Wenn sich 5000 in weisse Overalls gekleidete Menschen über die gesamte Länge
der Fußgängerzone verteilten, auf ein Signal bewegungslos verharrten,
ein poetisches soziales Filmstill, von Flutern beleuchtet und aus der Luft gefilmt?

Innenstadtstillpressefoto

Aus dem Traum dieses einen Momentes sollte Realität werden:

Der damalige Kulturreferent der Stadt Julian Nida-Rümelin sprach sich für die
Durchführung aus, ein neunköpfiges Team nahm die konzeptorische Arbeit für
die technische Durchführung, Dokumentation und PR auf.

Zwei Jahre später waren alle behördlichen Genehmigungen eingeholt,
Bürgermeister Hep Monatzeder hatte die Schirmherrschaft übernommen,
die Münchner Abendzeitung war für die Medienkooperation gewonnen und
im Vorbereitungsteam vertreten und zahlreiche Prominente hatten ihre
Mitwirkung zugesagt, darunter u.a.

Konstantin Wecker, Frank Markus Barwasser (alias „Erwin Pelzig“),
Dieter Landuris (Schauspieler), Max v. Thun jr. (Schauspieler),
Susanne Rohrer (B3-Moderatorin), Werner Schmidbauer (Moderator
und Liedermacher), Petra Perle, Josef Hannesschläger (Schauspieler,
„Rosenheim Cops“), Till Hoffmann (Chef des Münchner Lustspielhauses),
Eisi Gulp (Comedian), Philipp Sonntag (Schauspieler), Arndt Schimkat
(alias „Arthur Senkrecht“, Comedian) u.v.a.

InnenstadtStillPlan

Alles stand bereit, es bedurfte lediglich der notwendigen Vorfinanzierung
der Aktion durch städtische Förderung aus Mitteln für „Kunst im öffentlichen
Raum“. Allerdings kam es zu einem Novum, die FAZ berichtet am 25.2.2004:
“ die Zuschüsse konnten wegen Unsauberkeiten bei der Vergabe – in der Jury
saßen Künstler, die sich selbst beworben hatten – nicht verteilt werden und
flossen schließlich, gegen den ursprünglichen Beschluß des Stadtrats,
umgewidmet wieder in die Stadtkasse zurück.“

Seitdem verharrt diese Idee in der Schublade.

Ablaufplan

Ziel: Durch die Kunstaktion „InnenstadtStill“ soll eine Diskussion über die Entwicklung,
Gestaltung und Nutzung unserer Innenstadt/städte auf einer breiten Ebene ausgelöst werden.

Termin: 10. Juli  2003 von 20:30 Uhr bis 23:00 Uhr

Ort: Fußgängerzone: Stachus/Kaufingerstraße/Marienplatz bis Altes Rathaus/Rosenstraße/Theatiner bis Marienhof (ca. 850 m Länge)

Aktion: Über die gesamte Fußgängerzone verteilt stehen – entsprechend der normalen Laufwege
und Gruppenbildung ca. 5.000 weißgekleidete Menschen für 15 Minuten in der Bewegung gefroren still
und verbildlichen auf diese Weise den Unterschied zwischen
dem lebhaften Besuch tagsüber und der nahezu „toten“ Nacht in der Fußgängerzone.

Dokumentation: Die gesamte Aktion soll durch mehrere statische Kameras
(z.B. Karlstor, Altes Rathaus, Café Glockenspiel, Café Woerner)
sowie durch zwei mobile Kamerateams aufgenommen werden. Federführend wird
der renommierte Dokumentarfilmer und Grimme-Preisträger Wolfgang Ettlich sein.
In den Cafés werden Webcams zum Einsatz kommen, so dass die gesamte Aktion auch im Internet verfolgt werden kann.
Auf einer Großleinwand am Stachus kann der Ablauf der Veranstaltung ebenso live mitverfolgt werden.

Ablauf: 20:30 Uhr Sammeln der TeilnehmerInnen an der Kunstaktion in (ca. 50 Gruppen à 100 Menschen) vor dem Karlstor

21:30 Uhr Geordneter Einmarsch der Gruppen in die Fußgängerzonen (jede Gruppe steuert unter Leitung eines prominenten
Area-Managers ihren zugewiesenen Bereich an. Jeder Bereich ist ca. 20 m lang.

22:00 Aufstellen der TeilnehmerInnen innerhalb der Bereiche

22:30 Uhr Start der Kunstaktion „InnenstadtStill“ durch das Einfrieren der TeilnehmerInnen an ihren Standplätzen.

22.45 Uhr Schaulustige der Kunstaktion können dazukommen und in den letzten 15 Minuten durch die Skulptur gehen.

23:00 Uhr Ende der Kunstaktion

Im Anschluss ist mit den anliegenden Wirten (innen und aussen) ein Ausklang der Aktion bis 1 Uhr geplant.
Bei sehr starkem anhaltenden Regen wird die Aktion um einen Tag verschoben.

Verkehrssicherheit: Es wird in Abstimmung mit dem KVR ein Abstand von ca. 3 m zu den Häusern für Passanten freigehalten.
Die Kreuzung der „lebendigen Skulptur“  ist an allen Stellen möglich.
Die Freihaltung von Zu- und Abgängen z.B. U-Bahn, Fluchtwegen etc. wird gewährleistet.

Anlieger: Mit der Arbeitsgemeinschaft Innenstadt wurde Kontakt aufgenommen und ist eine Zusammenarbeit angestrebt.

Bezirksausschuss: Der BA 1 hat in seiner Sitzung vom 20.05.2003 das Projekt einstimmig auf der Basis des hier vorliegenden Antrags unterstützt.

Licht: Die erforderliche Ausleuchtung der Aktion erfolgt über 120 City-Color-Fluter   (80 cm X 60 cm X 60 cm),
die teils auf den Boden gestellt und teils auf 7 Gerüsten (8,24 m hoch, 5,14 m tief 5,14 m breit) befestigt werden.
Die Technik leitet Martin Werhahn, Kulturreferat.

Auf- und Abbau: Die 7 Gerüste werden am 7./8. Juli aufgebaut; die Fluter am 9. Juli

InnenstadtsillGerüsturm

Eine Lichtprobe erfolgt in der Nacht vom 9. Juli. Die Stromversorgung erfolgt von 8 Anschlüssen aus.
Der Abbau beginnt bereits direkt nach der Aktion und wird am 11. Juli abgeschlossen.
Die technischen Details des Auf- und Abbaus und die damit verbundenen Auflagen werden
in einem Fachgespräch mit den entsprechenden Beteiligten abgeklärt.
Eine Skizze der geplanten Stellplätze liegt vor.

PR: Die Gewinnung der Teilnehmer erfolgt durch eine intensive PR-Aktion ab Ende Mai.
Kern der Kampagne bildet eine Medienkooperation mit der AZ und einem Radiosender,
um eine kontinuierliche Kommunikation sicher stellen zu können.
Die Anmeldungen erfolgen über das Internet. Zahlreiche Prominente des Münchner Kunst- und Kulturlebens
haben ihre Teilnahme und Unterstützung zugesagt: u.a. Frank Markus Barwasser (alias Erwin Pelzig),
Werner Schmidbauer (Moderator und Liedermacher), Petra Perle (Künstlerin), Konstantin Wecker,
Günter Sigl (Spider Murphy Gang), Susanne Rohrer (BR-Moderatorin).
Hierdurch wird sowohl die Attraktivität der Veranstaltung für die Teilnehmer als auch die Medienwirksamkeit erhöht.

Reichweite: Die Veranstaltung wird im Großraum München beworben.
Angesprochen werden alle BürgerInnen im Großraum München.
Die Berichterstattung nach der Veranstaltung wird aufgrund ihrer Größe deutschlandweit erfolgen.

Schirmherr: Bürgermeister Hep Monatzeder

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